Was gilt es beim Wandern zu beachten?

Anzeige

Deine Packliste

Schuhe an und los geht’s in die Berge. Wenn das mal so einfach wäre… Für eine richtige Wandertour solltet ihr unbedingt das entsprechende Equipment am Start haben, möglichst Ortskundig sein und euch vor Wanderbeginn fit und ausgeruht fühlen. Merkt ihr, dass es auch am Morgen vor der Wanderung nicht gut geht, verwerfet euern Plan besser und bleibt daheim oder wählt eine einfachere Route. Das wichtigste neben der körperlichen Fitness ist das richtige Gepäck und wetterangemessene Kleidung. Nehmt im Zweifelsfall lieber eine Jacke oder lange Hose zu viel mit. Alles besser als später, als in der Höhe späte zu frieren. Außerdem empfehlen wir ausreichend Proviant, Wasser und Blasenpflaster im Gepäck zu haben. Auch wenn euch euer Weg eigentlich auf eine bewirtschaftete Hütte führen soll, kann sich auf so einer Tour doch mal einiges ändern. Egal ob es an euch liegt und ihr den falschen Weg einschlagt oder am Hüttenbetreiber selbst, der früher schließt. Man sollte jede Eventualität im Blick haben.

Hierfür merkt ihr, dass das ohne richtigen Rucksack nicht funktioniert. Aber wie packst du am besten deinen Rucksack? Was gehört rein, was nicht? Bedenke gut, du musst jedes Gramm einzeln mit dir den Berg hinauf und am Ende vom Tag auch wieder hinab schleppen. Damit du am Abend nicht mit Druckstellen zu kämpfen hast, solltest du vor allem bei der Wahl deines Wanderrucksackes nicht zu voreilig handeln. Hierfür ist die Größe entscheidend. Was hast du vor? Willst du gleich mehrere Tage ins Gebirge oder nur einen Tagestrip machen. Für einen Tag reicht ein Rucksack mit einem Fassungsvermögen von 10 bis 20 Litern vollkommen aus. Bei einer Mehrtagestour sollte dein Rucksack mindestens 20 Liter umfassen. Wir halten 30 – 40 Liter für perfekt.

Hast du deinen Rucksack, kann er durchaus ein jahrelanger Begleiter werden. Packen musst du ihn jedoch jedes Mal aufs neue. Aber was gehört beim Tagestrip und bei der Mehrtagestour rein?

Tagestrip:

Handy

Bei deinem Trip in die Alpen solltest du in jedem Fall dein Handy dabeihaben. In Gefahrsituationen kannst du auf diesem Weg schnell Hilfe holen. Vergewissere dich im Vorfeld deiner Tour in jedem Fall, wie die Notrufnummer des jeweiligen Landes lautet. Außerdem solltest du deine Koordinaten kennen, hierbei können dir im Gebirge verschiedene Apps helfen (beispielsweise: Echo SOS, Outdooractive, EU Alp). Diese solltest du ebenfalls im Vorfeld auf deinem Handy installiert haben.

Eine Sicherheitsgarantie ist das Telefon jedoch nicht. Sei dir je nach Standort in den Bergen immer bewusst, dass das Handynetz durchaus löchrig sein kann. Aber selbst wenn du kein Netz hast, kann das Smartphone als Notfall Signallicht im schlimmsten Fall immer noch hilfreich sein oder gar Leben retten.

Erste Hilfe Set

Du verletzt dich an einem Ast, knickst um, stürzt einen Hang hinab oder oder oder. Die Möglichkeiten sich beim Wandern zu verletzen sind vielseitig. Ohne Erste Hilfe Set in die Berge zu gehen ist fahrlässig und sollte in keinem Fall vorkommen. Die verschiedensten Marken bieten heute kleine platzsparende Sets, die perfekt fürs Wandern geeignet sind. Achte darauf das die Sets möglichst folgendes beinhalten:

Eine Notfallkarte, die der Bergrettung im Notfall Infos über dich geben.
Mullbinden
Pflaster
Eine Rettungsdecke
Schere
Handschuhe zur Erstversorgung
Dreieckstuch
Kälte Kompressen

So solltest du das wichtigste dabei haben und dich im Notfall entsprechend selbst versorgen können.

Wanderkarte

Was schreiben die denn da? Ich habe doch mein Smartphone und die verschiedensten Apps installiert, die weisen mir schon den Weg. So einfach ist es dann leider doch nicht. Natürlich kann euch euer Handy in den verschiedensten Situationen aus der Bredouille helfen. Allerdings hat auch dies nur eine gewissen Akkulaufzeit. Vor allem, wenn ihr GPS aktiviert habt, könnt ihr dabei zusehen, wie euer Akku an Ladung nachlässt. Macht ihr dann noch Bilder und Videos, um Sie in den verschiedensten sozialen Netzwerken zu teilen, wird euch euer Handy in Notfallsituationen kaum noch helfen können. Eine Powerbank ist zwar eine Lösung, um den Akku am Leben zu halten, aber seien wir mal ehrlich je nach Länge der Tour, wird auch diese irgendwann ihren Geist aufgeben.

Daher raten wir immer dazu, sich nicht nur auf die digitale Version zu verlassen, sondern auch ein analoges Backup dabei zu haben: Eine echte Wanderkarte eben. Diese bekommt ihr vor Ort bei Touristen Infos, in Shops oder Online in den verschiedensten Weisen für jede Region angeboten.

Trinkflasche

Auf eurer Wanderung solltet ihr unbedingt darauf achten, regelmäßig und ausreichend Flüssigkeit zu euch zu nehmen. Im besten Falle füllt ihr eure Wasserspeicher vor der Wanderung bereits das erste Mal, um bestens gerüstet in den Tag zu starten. Vergesst ihr das Trinken, droht euch vor allem bei warmen Temperaturen abnehmende Ausdauer, weniger Leistungsfähigkeit und schwindende Konzentration. Folglich solltet ihr gerade bei längeren Bergtouren mindestens 2 Liter Wasser zu euch nehmen.

Um eure Getränke mitzunehmen, hat die Industrie inzwischen die verschiedensten Möglichkeiten entwickelt. Je nach geplanter Tour, Vorlieben und Außentemperatur könnt ihr euch entscheiden, was für euch die beste Möglichkeit ist, eure Getränke zu transportieren:

Trinkblase im Rucksack.

Durch einen Trinkschlauch könnt ihr jederzeit Flüssigkeit zu euch nehmen ohne dafür pausieren zu müssen. Ist die Blase leer, könnt ihr Sie zusammenrollen und spart Platz im Rucksack.

Die „Fahrradflasche“

Der Klassiker unter den Trinkgefäßen auf Wandertouren. Die Hartplastik-Trinkflasche, die ihr vor allem vom Fahrradfahren kennt, ist eine gute Alternative, raubt allerdings selbst im leeren Zustand noch Platz im Rucksack.

Aluminiumflasche

Für diejenigen unter euch, die dem Plastik komplett abgeschworen haben und eine preisgünstige Alternative zur „Fahrradflasche“ suchen.

Faltbare Wasserflaschen

Platzsparend und effektiv präsentiert sich die faltbare Wasserflasche. Ihr findet sie in den verschiedensten Größe und könnt Sie im leeren Zustand platzsparend verstauen.

Thermosflasche

Es sind kalte Außentemperaturen gemeldet und ihr sucht nach einer Alternative Tee oder Kaffee mitzunehmen? Dann seid ihr mit einer Thermosflasche gut beraten.

Brotdose

Dein Ziel ist keine urige Berghütte und du bist auf dich alleine gestellt. Egal ob du davon ausgehst hungrig zu werden oder nicht, empfehlen wir in jedem Falle eine Semmel zu schmieren und Obst und Gemüse mitzunehmen, sprich dir einen kleinen Snack mitzunehmen. Pack dir deine Brotdose wie du Sie magst. Schließlich kann der kleine Hunger bei großer Anstrengung doch schneller kommen als gedacht.

Und seien wir mal ehrlich, gibt es dann was schöneres, als sich einen Platz mitten in den Alpen zu suchen und bei deiner Lieblingsbrotzeit die unberührte Natur um dich herum zu genießen? Also Brot dose am Morgen packen und schon jetzt auf den kleinen Snack am Mittag freuen. Aber tut euch, uns und allen anderen den Gefallen und achtet darauf, dass ihr euern Müll selbst wieder mitnehmt. Die Müllabfuhr kommt auf 3.000 Metern schließlich nur seltenst vorbei 😉

Angemessene Kleidung

Ihr startet morgens im Tal noch mit der Aussicht auf 35 Grad und blauen Himmel? Lasst euch in den Bergen nicht täuschen. Die richtige Ausrüstung ist unverzichtbar, denn das Wetter in den Bergen kann sich sehr schnell ändern. Der beste Wetterbericht kann dabei oftmals schnell zum Reinfall werden. Startet ruhig mit Wanderschuhen und der Kleidung die ihr als angemessen empfindet und in der ihr euch zu Beginn eurer Wanderung wohl fühlt. Solltet ihr es nicht bereits anhaben, sind im Rucksack folgende Kleidungsstücke unverzichtbar:

Regenjacke
Lange Hose
Geeignete Strümpfe zum Wandern
Pullover, je nach Wetterlage eher dick oder dünn
Mütze/ Handschuhe
Cap zum Sonnenschutz
Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50+

Stirnlampe

Aber du willst doch nur tagsüber unterwegs sein? Trotz allem empfehlen wir für deine Grundausrüstung eine Stirnlampe, einmal verlaufen, kann sich die Wanderung länger ziehen als gedacht. Schließlich kann es in den Bergen von jetzt auf gleich dunkel werden und dann ist es besser vorgesorgt zu haben, als alleine in der dunklen Berglandschaft zu stehen.

Bargeld

Egal ob du eine Einkehr planst oder nicht, empfehlen wir immer 25 – 30 Euro in bar mit zu führen. Dein Plan in den Bergen kann sich schnell ändern und plötzlich musst du auf der Tagestour doch irgendwo einkehren und übernachten, weil du dich verplant hast. Oder deine Brot dose ist bereits leer und der Hunger quält dich. Alles Möglichkeiten, wo du auf Geld angewiesen bist. Kartenzahlung in diesen Hütten zumeist Fehlanzeige.

Mehrtagestour

Mehrtägige Rundwanderwege von Hütte zu Hütte stehen hoch im Kurs und freuen sich gerade in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Wenn du deine Tour herausgesucht hast, benötigst du mehr, als auf einer einfach Tageswandern. Zusätzlich zu den oben beschriebenen Dingen solltest du für eine Mehrtagestour folgende Materialien in deinem Rucksack parat haben:

Wechselsachen

Nach einem langen Wandertag ist deine Kleidung zumeist durchgeschwitzt. Es wäre unangenehm, am nächsten Tag wieder in dieselben Sachen schlüpfen zu müssen. Da du nicht bei jeder Nachtrast davon ausgehen kannst, deine Sachen waschen zu können, solltest du zumindest 2-3 Wechselsachen, wie frische Unterwäsche, ein frisches Wandershirt und eine Wechselhose dabeihaben. Findet sich die Möglichkeit in einer Hütte, deine Sachen meist per Hand für die kommenden Tage durchwaschen zu können, solltest du dies tun. Schließlich bieten diese Möglichkeit nur die wenigsten Berghütten.

Kosmetikbeutel und Handtuch

Ob Zahnbürste, Deo oder Zahnpasta. Eine gewissen Grundhygiene sollte auch beim Wandern möglich sein. Wir empfehlen ein Mikrofaserhandtuch, welches einfach zu verstauen ist. Aber Achtung: Nimm wirklich nur das für dich notwendigste mit, denn gerade Hygieneprodukte sind oftmals nicht sonderlich leicht und erschweren dir deine Wanderung.

Oropax

In vielen Fällen findest du in Berghütten keine einzelnen Zimmer und wer weiß wie laut dein Nachbar im Gemeinschaftsschlafsaal schnarcht. Wir raten dazu auf jedenfall Oropax dabei zu haben, um am nächsten Tag ausgeruht und fit durchstarten zu können.

Hüttenschuhe

Du bist den ganzen Tag in Wanderschuhen unterwegs. Da brauchen deine Füße am Abend auch mal Luft. Wir empfehlen leichtes Schuhwerk mitzunehmen, dass du dich auch in der Hütte frei und ohne Wanderschuhe bewegen kannst.

Schlafsack

Wer tagsüber viel Sport treibt und sich viel bewegt, sollte abends gut und tief schlafen können. Nimm dir für deine Reise einen für dich angenehmen Schlafsack mit. Alternativ kannst du zuvor auch bei der Hütte anfragen. In einigen Hütten kannst du heutzutage sogar schon im gemütlichen Bett nächtigen. Aber auch hierfür musst du dir dein Laken und Bezug in den meisten Fällen selbst mitbringen.

Biwasack

Biwakieren heißt im freien ohne Zelt zu übernachten. Hierfür eignet sich der wasserdichte Biwasack. Dieser wird über den normalen Schlafsack und wenn es passt auch über die Matte gezogen und schützt vor Wind und Wetter. Je nach Bergtour, kann er auch bei Tagestouren sinnvoll sein. Schließlich schützt er dich auch im Falle von Verletzungen vor Kälte und Feuchtigkeit, bis die Rettungskräfte eintreffen.

Anzeige

Und wie soll ich das alle tragen?

Wie schon beim Schulranzen vor vielen Jahren, gilt auch hier die Regel, dass der Rucksack nie mehr wiegen darf als 1/3 deines eigenen Körpergewichts. Sprich bei einem 90 Kilo schweren Wanderer, maximal 30 Kilo. Darüber solltest du dir jedoch gar keine Gedanken machen müssen, da es immer Ziel sein sollte, den Rucksack leicht möglichst zu gestalten. So kannst du bei Mehrtagestouren von ca. 10 Kilo ausgehen, dann sollte aber wirklich auch alles drin sein.

Um den Rucksack bestmöglichst zu packen, empfehlen wir im unteren Bereich die leichten Gegenstände, wie Schlafsack, Wechselwäsche oder Daunenjacken zu verstauen. Oben drüber solltest du von Leicht nach Schwer die restlichen Sachen verstauen. Hier macht es vor allem Sinn Dinge die du ständig benötigst, wie beispielsweise deine Trinkflasche immer Griffbereit zu haben und nicht erst lange „wühlen“ zu müssen.

Beim Tragen selbst, solltest du darauf achten, dass nicht das Ganze Gewicht einzig und alleine auf den Schultern lastet. Im Gegenteil! Den Hauptanteil beim Wanderrucksack trägt die Hüfte (rund 80%). Erst nachdem du dies eingestellt hast, solltest du Schulter und alle anderen Rucksackriemen einstellen, um den bestmöglichen Tragekomfort zu erzielen.

Ein gefährlicher Weg

Südtirol ist auf der Suche nach den richtigen Konzepten und gibt den eigenen Skigebieten dabei die notwendige Zeit, um Hygienekonzepte und Sicherheitsmaßnahmen entsprechend umsetzen zu können. Das Risiko dabei ist allseits bekannt. Infizieren sich Wintersportler mit Corona, kann dies schwere Folgen für jeden Einzelnen haben und ein schlechtes Bild auf die ganze Region werfen.

Tourismus durch Reisewarnungen geschwächt

Auf der anderen Seite besteht das wirtschaftliche Bewusstsein der Regierung ein Milliardenverlust im Skigeschäft zu verantworten und daraus folgende Konsequenzen tragen zu müssen. Schon aktuell ist der Tourismus durch deutsche und österreichische Reisewarnungen geschwächt. Fällt der Wirtschaftszweig komplett weg droht eine Arbeitslosenwelle einer kompletten Region.

Aktuell keine leichte Entscheidung für die Regierung, bedenkt man aber, dass die Coronaregeln jetzt mit relativ geringen Touristenzahlen erprobt werden können, hat man sie bis zum Dezember vielleicht so perfektioniert, dass das gesundheitliche Risiko für ein Jeden minimiert werden kann.

Bild von Lukas Kurth auf Pixabay

Anzeige

Anzeige

Weitere News & Artikel

Die Berge rufen – Eure Hütte wartet

News

Eines scheint klar. Die Menschen wollen wieder Urlaub machen. Zu lange war und ist die Zeit der Entbehrungen. Einfach mal raus heißt die Devise. Und dies gilt umsomehr für einen Sommerurlaub.

Es wird wieder kalt!

News

In den vergangenen Tagen war ein erster Anflug von Frühling und mancher Orts sogar von Sommer zu spüren. Im Snow Space Salzburg sperrten am vergangenen Wochenende gar die Lifte schon komplett zu.

Weitere Promi Blog Artikel

Wandern während Corona

Anzeige

Menu