Vorbereitungen auf die Wintersaison 20/21

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Die aktuelle Lage ist für Hoteliers, Skigebiet Betreiber, Skiverleiher und Gastronomen ähnlich verzwickt. Keiner weiß wann es los geht und ob es in diesem Winter überhaupt noch los geht. Eins haben Sie jedoch alle gemein, sie bereiten sich für den Fall vor, dass der Lockdown aufgehoben und die Skisaison gestartet wird. Wir haben mit den Wirtsleuten Peter und Manu Rainer aus dem K&K Pub in der Flachau gesprochen und in Erfahrung gebracht, wie er seinen Laden auf den anstehenden Winter vorbereitet.

Kaiserlich und königlich

Das 22 qm kleine Pub im Herzen von Flachau glänzt dabei nicht mit Größe, sondern viel mehr mit gemütlichen Sitzecken bei Bier und selbstgemachten Shots. Fans des Schlagers, Foxes und heimischer Musi, kommen hier auf Ihre Kosten. Im Sitzen finden hier 40 Personen ein gemütliches Plätzchens. In normalen Zeiten (außerhalb von Corona) kann aber durchaus auch mit bis zu 70 Personen im Österreich Style gefeiert werden, was das Zeug hält. Im Interview freut sich Wirt Peter Rainer auch auf die Saison unter Corona Bedingungen und stellt uns die Änderungen in der anstehenden Saison kurz vor.

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Peter, vielen Dank dass du dir für uns die Zeit nimmst, obwohl die Wintersaison gerade jetzt vor der Tür steht. Ist nicht eigentlich mega viel zu tun?

Ja die Wintersaison steht vor der Tür, aber durch den Lockdown dürfen wir ja sowieso nicht öffnen. Im Lokal drinnen mussten wir die ganzen Hygienevorschriften mit Handgel, Gäste- Registrierung, Tischtrenner und Desinfektion der Tische schon im Sommer umsetzen. Deshalb steht hier bereits alles.

Dabei haben wir die einzelnen Tische per Plexiglasscheiben getrennt. So kann ich jeden Tisch nutzen. Von unserer Regierung aus dürfen allerdings nur 6 Gäste an einem Tisch Platz nehmen. Die Lüftung im K&K Pub haben wir erst vor einem Jahr ausgetauscht, praktisch mit den neuen Nichtrauchergesetzen in Österreich. So blieb uns diese Arbeit dieses Jahr glücklicherweise erspart. Aber insgesamt muss man schon sagen, dass es ein zusätzlicher Arbeitsaufwand ist, den kein Gast sieht.

Du sagst du hattest alles für den Sommer umgesetzt, also hattet ihr da auch offen?

Wir verstehen uns als gemütliches Pub für Urlauber aber vor allem auch für die Einheimischen und haben deshalb Sommer wie Winter geöffnet. Ich muss dabei ehrlich sagen, dass der Sommer für uns relativ gut gewesen ist. Wir haben coronabedingt eine Außenterrasse für ca. 25 Leute gebaut. Da konnte man unter Heizstrahlern auch bis tief in die Nacht sitzen. Naja, wobei bis tief in die Nacht wäre auch gelogen, schließlich war ja um 01:00 Uhr gesetzlich bedingte Sperrstunde. Eins unserer Highlights war wieder die mobile Kegelbahn, die wir vor dem K&K Pub aufgebaut haben. Das hat wirklich Spaß gemacht.

Irgendwann wurde die Sperrstunde von 1 auf 22 Uhr runter gesetzt, das war halt ein Genickbruch für alle Gastronomen. Denn sind wir mal ehrlich, wer will denn schon um 10 heim gehen? Die Touristen kommen meist erst spät vom Wandern, gehen dann duschen und was essen. Da bleibt dann schon nicht mehr viel Zeit sich auf einer Bier im K&K Pub gemütlich zusammen zu sitzen. Aber da konnten wir leider auch nichts dran ändern.

Und im letzten Winter? Wie hast du die Situation am Ende wahrgenommen?

Das war schon extrem! Wir haben bereits 2 Tage vor der offiziellen Schließung im März zugemacht. Die Situation an sich war beängstigend. In meinen Augen ist es einfach ausgeartet, die Leute haben nur noch gefeiert und gesoffen. Auch in anderen Jahren ist es im März mit Partytruppen extrem, aber so wie dieses Jahr ist es noch nie gewesen. Natürlich waren meine Frau, mein Sohn und ich zum Corona-Test. Schließlich arbeiten wir alle 3 hier. Wir waren damals alle negativ und haben auch den Sommer über immer wieder Tests gemacht und die Krankheit hat uns verschont.

Und jetzt startet der nächste Winter, was erwartest du? Müssen wir uns auf einen Winter ohne Musi im K&K einstellen?

Gott sei Dank sind wir kein Après Ski Laden. Vielmehr sind wir eine gemütliche Bar. Hier kann jeder Gast nett beisammen sitzen. Die Musi ist bei uns genauso laut wie alle anderen Jahre, aber wir spielen halt keinen Après Ski sondern Schlager, Fox oder alte Liederl die man länger schon nicht mehr gehört hat. Und genau da steht unser Publikum drauf. Egal ob Urlauber oder Einheimischer, wir freuen uns auf jeden. Ich rechne durch das Après Ski Verbot damit, dass auch der ein oder andere Gast, der sonst erst um 23 Uhr gekommen ist in diesem Jahr schon früher vor der Tür steht.

Die Bar ist jetzt 38 Jahre alt und lebt von Einheimischen ebenso wie von Touristen. Da sind insgesamt schon 3 Generationen im K&K Pubs unterwegs gewesen. Erst der Opa, dann der Vater und jetzt kommt der Bub. Das findet man nicht sonderlich oft. Und genau deshalb werden wir unser Konzept mit Schlager und Fox weiterfahren und hoffen das es so weitergeht. Egal ob Einheimischer oder Urlauber uns freut jeder Gast.

Vielen Dank für das Interview

Lieber Peter, liebe Manu, vielen Dank für den kleinen Einblick. Wir wünschen euch viel Erfolg für die anstehende Wintersaison und drücken die Daumen, dass der Lockdown nicht zu lange anhalten wird. Wir sind gespannt, ob eure Hoffnungen, Gäste die sonst den klassischen Après-Ski gelebt haben eher begrüßen zu dürfen in Erfüllung gehen. Bleibt gesund!

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