Das Schicksal der Saisonarbeiter (Teil 1)

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Das die Corona-Krise die Tourismusbranche und Gastronomie besonders trifft, scheint keine großartige neue Erkenntnis. Kein andere Gewerbe hofft mehr auf das Geöffnet Schild (wie im Beitragsbild), als diese Branche. Jedoch ist dies in anderen Ländern Europas noch deutlich schlimmer, als in Deutschland. So liegt der Beitrag der Tourismusbranche zum BIP in Deutschland lediglich bei 8,6%.

Spitzenreiter Europas ist hier Österreich mit ganzen 15,4% Anteil zum Bruttoinlandsprodukt. Soll heißen 15,4 % aller wirtschaftlichen Einkünfte werden im Tourismusbereich erzielt! Dabei war vor allem in Österreich das Wachstum der Branche scheinbar nicht zu stoppen.

Der Boom fand ein jähes Ende

So haben sich seit dem Jahre 2007 haben sich die Nächtigungen in Österreich um rund 23% vervielfacht. Mit dem plötzlichen Ende der vergangenen Skisaison fand dieser stetige Wachstum ein schnelles Ende. Nichts war mehr mit schneller, höher, weiter. Schon im Sommer verzeichnete das kleine Alpenland rund ein Drittel weniger Nächtigungen, als noch im Vorjahr. Im Winter 2021 sind es bis auf ein paar wenige Geschäftsreisende nahezu 100% weniger.

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Die armen Inhaber

Seither liest man tagtäglich von verschiedenen Wirten, die verzweifelt auf Hilfen warten. Gastronomen die komplett zusperren müssen oder leidenden Hoteliers. Aber sind wir mal ehrlich. Während Inhaber in den vergangenen Jahren in Österreich die beste Grundlage hatten, sich eine „goldene Nase“ zu verdienen, waren es vor allem Kellner, Köche, Rezeptionisten und Co. die die jeweiligen Betriebe überhaupt erst zum Erfolg führten.

Und wie jetzt weiter?

Während sich das Einkommen von Inhabern Jahr für Jahr steigerte, ein Anbau dem nächsten folgte, blieben Saisonkräfte auf einem Gehaltsniveau mit nur leicht ansteigender Kurve. Alpen247 erfuhr aus einschlägigen Kreisen, dass Hilfsköche und Kellner auf Saisonbasis in verschiedenen Betrieben rund 1.600 bis 2.000 Euro netto verdienen. Sogenannte „Zahlkellner“ konnten sich diese Summe dann durch Trinkgelder aufstocken. In dem ein oder anderen Schirm oder Restaurant sicher ein hoher Betrag der da on top kam.

Eine ordentliche Summe, mag sich der ein oder andere denken. Aber Achtung! Dieses Geld gab es für ca. 4-5 Monate Winter und 4 Monate Sommersaison zu verdienen. Die restliche Zeit müssen Saisonarbeiter schauen wo sie bleiben. Mit Abschluss der Saison gehen Sie in der Regel in die Arbeitslosigkeit und warten auf die kommende Saison. Sprich, wer in der Sommersaison noch gearbeitet hatte, ist in der Regel seit Oktober arbeitslos.
Einzelschicksale

In der sogenannten Zwischensaison ergeht es je nach Nationalität den Saisonarbeitern überall anders. Morgen erfahrt ihr, wie Österreichische, Deutsche oder auch Slowakische Arbeitskräfte in dieser Zeit über die Runden kommen und wie es Ihnen während der aktuellen Krise geht.

Gestern noch, konnten Sie sich keine 5 Minuten frei vorstellen. Heute wissen Sie vor lauter freier Minuten nichts damit anzufangen. Und das auch noch ohne finanzielle Mittel.

Bild von wendy julianto auf Pixabay

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