Tschüss altes Leben, ich werde Hüttenwirt

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Was für ein Traum! Hüttenwirt! Jeden Morgen mit diesem Panorama aufwachen, die Kaffeetasse in der Hand, am Nach mittag auch mal ein Bierchen, die Sonne im Gesicht und die Kuhglocken zu hören. Im Winter Skifahren, im Sommer durch das saftige Grün der Wiesen streifen. Zwischendurch Gäste bewirten, etwas Smalltalk und immer an der frischen Luft.

Entertainment und 100 Berufe

Was für ein Traum. Eben. Denn diese Vorstellung eines Hüttenwirts oder Hüttenwirtin ist in der Tat nur ein Traum. Eine Berghütte als Pächter zu betreiben ist ein anderes Kaliber, als nur einen Sommer oder Winter lang auf einer Hütte zu „jobben“. Wer eine Hütte betreibt, Gäste versorgt und von den Einnahmen leben möchte, der sollte vorweg schon mal alle diese Berufe vereinen: Gastronom, Putze, Servicekraft, Koch, Schreiner, Schlosser, Installateur, Bergsteiger, Skifahrer, Chef, Arbeitgeber, Lohnbuchhalter. Und eine Portion Entertainer für die Gäste wäre auch nicht verkehrt.

Und trotzdem kann es der schönste Beruf der Welt sein. Denn die Aussicht auf die Berge bleibt. Das Panorama verschwindet nicht. Wie also werde ich Hüttenwirt, wenn ich mir bewusst bin, was das bedeutet..auch in finanzieller Hinsicht.

Hohe Startkosten

Man sollte, nein muss, wie bei der Übernahme/Pacht eines normalen Gastronomiebetriebes auch, einiges an Startkapital mitbringen. Zum einen wird eine Kaution für sie Pacht fällig. Zum anderen gibt es meist ein Ablöse für das feste Inventar: Betten, Küche, Tische, Gerätschaften etc. Bis dann „deine“ Hütte so gestellt ist, dass du die ersten Gäste empfangen kannst werden weitere Kleinigkeiten fällig: Deko, Büro (Drucker, PC, Ablagen), Gläser, Tassen, Teller, Tischgarnituren etc. etc.

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Feste Kosten

Und dann laufen sie, die ersten festen monatlichen Kosten: Personal, Strom, Telefon, Internet, Wareneinkauf, Marketing, Müllentsorgung..und noch hast du keinen Euro eingenommen.

Hinter den Kulissen

Dein Traum ist es immer noch? Verständlich. Wir empfehlen: Geh für einen Sommer oder einen Winter auf die Hütte. Frage bestehende Pächter, ob du mitarbeiten kannst. Wirf einen Blick hinter die Kulissen. Denn leider wechseln Hüttenpächter aktuell alle 2 -3 Jahre. Warum: Eben weil man sich mit falschen Voraussetzungen und Erwartung in das Abenteuer „Hüttenwirt/In stürzt.

Langfristig

Unabhängig von 16 Stunden-Tagen und den anfänglichen Kosten, die die Pacht einer Hütte mit sich bringt, solltest du nur dann eine Hütte übernehmen, wenn du die Hütte auch langfristig führen und betreiben möchtest. Schau nicht auf einen Zeitraum von 2 Jahren. Nach 2 Jahren ist man gerade erstmal so angekommen. Verfolge einen 5 Jahrestraum..oder noch länger.

Nun aber. Du willst es so sehr? Hier findest du die besten Anlaufstellen und Pachtangebote:

Alpenverein, Alpen, Sac-cas, Schweizer Hütten, Sentiero, Almwirtschaft (Offene Stellen werden nur auf telefonische Nachfrage mitgeteilt)
Alpwirtschaftlicher Verein im Allgäu Tel. 0 83 23/48 33.

Bild von roDesignment auf Pixabay

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