Auffe aufn Berg – Wir wollen, können, aber DÜRFEN nicht!

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Coronabedingt bleiben die Lifte in den Tiroler Alpen stehen. Das macht nicht nur deutschen Bergfreunden zu schaffen. Gerade auch Einheimische die die eigene Bergwelt lieben und oftmals gerade die Vorsaison zum Skifahren nutzen, haben keine Möglichkeit „auffe“ zu kommen auf den Berg.

So auch der „Après-Ski Fahrer” schlechthin: Matty Valentino. Im Interview erzählt uns der gebürtige Tiroler wie es ihm aktuell ergeht, was die vergangenen Monate mit sich gebracht haben und was er für die kommende Saison erwartet. Vor allem schmerzt es ihn die Berge zu sehen aber nicht “auffe” zu kommen auf den Berg…

Lieber Matty, wie hast du die letzten Monate verbracht und wie nimmst du die aktuelle partylose Zeit wahr?

Den partylosen Sommer hab ich eigentlich sehr gut überstanden. War ja immer was zu tun, vor allem für die Sachen, für die man NIE Zeit hatte. Für mich persönlich war‘s eigentlich HÖCHSTE Eisenbahn, mal eine Auszeit zu nehmen! Die hätte ich mir halt lieber selber eingeteilt… Naja, dann wär’s wahrscheinlich nie so weit gekommen (lacht).

Vor ALLEM, hab ich meine Frau endlich mal länger als 2 Wochen gesehen. Muss ehrlich sagen, ist ne ganz Nette! (lacht) Und wo der Besen steht, weiß ich mittlerweile auch. Nein, ganz ehrlich, wir habens genossen! Jetzt allerdings wird’s dann wirklich wieder Zeit für die Bretter die mein Leben bedeuten! Es muss wieder los gehen, dass fehlt mir schon alles brutal.

Hast du dich am Ende der letzten Saison bei einem deiner Auftritte selbst mit Corona infiziert oder ging der Kelch an dir vorbei?

Der Corona Kelch ging an mir, wie vielen anderen, die in den Partyhotspots dabei waren, nicht vorbei! Habs gehabt. Da kam ich halt nicht drum rum. Momentan bin ich immer noch immun, aber wer weiß wie lange das anhält.

Ich war natürlich auch Krank und der Wein hatte wenigstens noch Geschmack, auch wenn’s nur nach ESSIG war, das störte mich am meisten! Endlich mal keine Termine, leicht einen sitzen und dann noch keinen Geschmackssinn für die schönen Sachen, wenn’s sonst schon nichts gab.

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Und jetzt heißt es Lockdown in Österreich. Wie verbringst du die Zeit?

Lockdown…ja, wieder einmal mehr! Wenn‘s allerdings unserer Gesundheit dient, dann soll es so sein…die „Grosskopfaten“ soll`n UNS allerdings auch nicht vergessen! Wir wollen, können und DÜRFEN nicht!

Viel kochen, essen und vor allem trinken tun wir schon. Ich bin ja gelernter Koch und habe grad richtig Spaß daran herumzuprobieren, dabei komm ich doch tatsächlich immer wieder an meine Grenzen. Entweder hab ich es einfach nie gelernt oder doch einfach nur vergessen. (lacht)

Die Lifte stehen still und du darfst nicht hoch auf den Berg. Wie fühlt sich das für dich als Ur-Tiroler an?

Das Wandern und Schitouren gehen ist hier schon erlaubt, Schifahren leider nicht…ob das ausschlaggebend ist, um den Virus einzudämmen, mein ich zu bezweifeln…allerdings können wir eh nichts ändern und machen halt das Beste draus! Unsere Zeit wird sicher wiederkommen!

Deine Zeit wird wiederkommen? Schon im nächsten Winter? Wo dürfen wir uns auf dich freuen?

Ich will gar nicht genauer über den bevorstehenden Winter nachdenken. Nach der momentanen Lage, gibt es kein Après-Ski, keine Partys, keine Ansammlungen… Restaurants `solln dann schon mal wieder aufmachen. Allerdings halt mit den momentan schon üblichen Sicherheitsvorschriften. Wer weiß, was da noch auf uns zukommt! Jobs wird’s für uns mal keine geben… Wir hoffen trotzdem alle, dass es bald wieder losgeht, wer weiß – ich lass mich gerne überraschen! Besser so als anders.

Die Saisonkarte für die Tiroler Berge hab ich mir dieses Jahr wieder einmal mehr geleistet – dachte wir haben endlich mal Zeit zum Schifahrn – und wieder nix! Zefix! Und wenn de „Deitschn“ endlich wieder do san, dann weiß i, alles wird wieder gut und auch die TIROLER werden es WIEDER zu schätzen wissen!

Vielen Dank

Lieber Matty, vielen Dank für das nette Gespräch. Wir wünschen dir und deiner Frau alles Gute, dass deine Immunität möglichst weiter anhält und wir uns sehr bald schon wieder persönlich in den Alpen sehen dürfen.

Bild Quelle: Matty Valentino

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