Winter20/21: Ein Totalausfall

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Winter20/21: Ein Totalausfall

Im Oktober dachten wir noch, dass es reichen könnte. Dass ein Skiurlaub zum Opening möglich sei. Im November dachten wir: „OK, dann halt im Dezember“. Im Dezember verlegten wir die Träume auf den Januar. Und irgendwie scheint nun klar: „Vergessen wir es einfach“. Es ist Februar, und die Energie auf den März zu hoffen reicht nicht mehr. Die Skier befinden sich wieder im Keller, der Skianzug ist auf dem Dachboden verstaut. Und dort wird er bleiben, bis..ok, träumen darf man ja noch..bis zum Opening 2021.

Zeit für Realitäten

Dabei fing es gut an. Mit viel Elan und noch mehr Optimismus wollte der österreichische Tourismus in die Corona-Wintersaison starten. Hygiene- und Sicherheitskonzepte wurden während des Corona-Sommers 2020 entwickelt. Eingesetzt in den Restaurants, den Hotels, in den Gondeln, an den Liftstationen, an Parkplätzen, überall. Auf ein Opening wartet man jedoch vergebens. Und es wird Zeit für die Tourismusverbände der Realität ins Auge zu schauen: Das war es mit dem Winter 2020/21 und dem Ski-Tourismus in den Bergen.

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Finanzielle Katastrophe

Was uns betrifft, so handelt es sich jedoch lediglich um ein Ego-Problem, einem Ärgernis, dass wir es nicht auf die Skiern geschafft haben. Ein Problem, welches die Tourismusindustrie in den Bergen wohl gerne hätte, wenn es das Einzige wäre. Nehmen wir nur Tirol, dann lässt sich festhalten, dass das Bundesland in der kompletten Saison (Nov.20 – April21) auf 3,1 Millionen Nächtigungen kommen wird. Klingt viel? Nein! 2019/20 waren es 22,9 Millionen, 2018/19 sogar 27,4 Millionen Übernachtungen. Ein Umsatzrückgang, der finanziell kaum auszuhalten ist.

Prognosen noch düsterer

Und selbst die 3,1 Millionen Nächtigungen basieren auf ein Szenario des Wirtschaftsforschungsinstitutes Wifo mit Öffnung der Hotelerie und Gastronomie im März plus einem Ende der Reisebeschränkungen im April aus den wichtigsten Zielmärkten Tirols (Deutschland, Niederlande, Skandinavien etc). Und es beschleicht einen das Gefühl, dass selbst dieses Szenario nicht eintreten wird. Dass die Prognosen noch düsterer ausfallen, weil eben selbst im März und April nichts öffnen wird und es weiterhin enorme Reisebeschränkungen geben wird. Beschränkungen, die es uns unmöglich machen, für ein paar Tage nach Österreich zu fahren und uns auf die Skier zu stellen.

Sehen wir uns im Sommer?

Doch so ganz ohne Träume und Ziele lässt es sich halt auch schlecht leben. Und so sind wir uns sicher: Nach all den Ein- und Beschränkungen, nach dem ganzen Verzicht auf die Berge, wird die Reiselust, wenn wir wieder dürfen, gewaltig sein. Und dann sitzen wir im Auto, auf dem Weg in die Berge. Denn so ganz ohne geht es nicht. Wie ist es bei euch? Seid ihr dabei? Sehen wir uns?

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