So kann es gehen!

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Auch wenn in Holland die Inzidenzwerte höher sind als in Deutschland, so ist dieses Land in einem Bereich deutlich weiter als Deutschland. Denn die Regierung Hollands hat sich mit Vertretern der Veranstaltungsbranche an einen Tisch gesetzt um zu testen, wie man Großveranstaltungen mit sicheren Konzepten wieder hoch fahren kann. Ein erster Test mit 500 Besuchern lief bereits am vergangenem Montag im Beatrix-Theater. Alle Besucher mussten einen negativen Test vorweisen, am Eingang wurde die Temperatur gemessen und alle wurden mit Bewegungssensoren ausgestattet. Nun wird diese Veranstaltung ausgewertet und man wird das Ergebnis nutzen, um in der Planung künftiger Veranstaltungen weiter voranzuschreiten.

Kein Plan für Deutschland

In Deutschland gibt es keinerlei Pläne, geschweige denn in irgendeiner Form eine Strategie und/oder Gespräche der Regierung mit Vertretern der Live-Veranstaltungsbranche. Mit anderen Worten: Es wird noch Monate – wenn überhaupt – dauern, bis wir, bis die Künstler jedwelcher Richtung wieder vor Publikum auf der Bühne stehen. Jetzt könnte man sagen: „Na und…dann verzichtet man halt mal ein paar Monate oder Jahre auf das Vergnügen von Konzerten, Veranstaltungen, Events. Es gibt schließlich wichtigers“. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht mit Blick auf das soziale Wesen Mensch.

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Wir brauchen Gesellschaft

Zum einen, und dies wohl das Wichtigste: Wir alle sind soziale Wesen. Und als solche, ob wir wollen oder nicht, sind wir ständig auf der Suche nach höherer Gestimmtheit in der Gesellschaft mit anderen und mit unseren Mitmenschen. Ob fremd oder nicht. Ein Konzert, ein Event, Musik mit anderen gemeinsam live erleben, vermittelt das Gefühl, etwas einzigartig Großes zu erleben. Es löst ein anderes Berührtsein aus, eine Intensität, ein Glück, wie es alleine nicht möglich ist. Und so kreativ und schön all die digitalen Initiativen der Künstler aktuell auch sein mögen, so sehr vergrößern sie gleichzeitig die Sehnsucht nach dem, was nicht stattfinden kann. Was schmerzlich und frustierend fehlt, ist die physische, die reale Zusammenkunft vieler Menschen und die Nähe zum Liveerlebnis.

Die Millionen-Krise

Zum anderen, und dies der zweiten Aspekt: Das aktuelle „Berufsverbot“ stürzt Millionen in die Krise. Ob Musiker, Comedians, Bildende Künstler, Bühnenarbeiter, Techniker, Booker, Eventagenturen, Männer wie Frauen: Die Liste derer, die vor dem Nichts stehen, ist endlos. Deutschland ist nicht zuletzt deswegen eine großartige Event- und Veranstaltungsnation, weil diese Branche von hoher ökonomischer Bedeutung ist und Millionen von Menschen Lohn und Brot verschafft. Man könnte auch noch einen dritten Aspekt nehmen: Ein Künstler macht was er liebt. Er braucht den Applaus, er braucht das direkte Feedback vom Publikum. Ein Künstler gehört nicht digital vernetzt vor eine Kamera, damit ihn der Zuschauer vom heimischen PC aus bewundern kann.

Los Deutschland…schau nach Holland. Setz dich mit den Künstern und deren Vertretern zusammen. Es wird und es muss Wege geben. Denn ohne Livemusik, ohne Kultur…bleibt es düster.

Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay 

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