Geht da vielleicht doch noch was?

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Seit Wochen ist es weiß im Sauerland. Schon seit Jahrzehnten hat es hier nicht mehr so viel Schnee gegeben wie in diesem Winter. Wohl nie waren die Pistenbedingungen so gut wie aktuell. Genutzt werden dürfen Sie jedoch nicht. Aus Sicht der deutschen Politik macht Corona einen geregelten Skibetrieb unmöglich. Im Gegenteil, der Sport im Freien wird von einigen sogar als großes Risiko gesehen.

Negative Stimmen aus der Politik

Erst kürzlich erklärte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, dass er besorgt sei, dass in Tirol ein 2. Ischgl drohe und fordert erneut eine Schließung der Grenze zu Österreich. Während Söder sich dabei nicht alleine auf das Skifahren bezieht, ging RKI Chef Wieler einen Schritt weiter, denn in Österreich „sind in den vergangenen Tagen viele Mutanten (…) entdeckt worden. Das hätte vermieden werden können, wenn nicht tausende Skifahren gegangen wären.“

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Studien beweisen das Gegenteil

Dabei liegen längst erste Studien aus Österreich vor, die das Gegenteil beweisen. Der Skisport an sich, birgt nur eine sehr geringe, bis gar keine Ansteckungsgefahr. Daraus lässt sich ableiten, dass auch in Ischgl im vergangenen Jahr nicht die Sportaktivitäten schuld an der Infektiosität gewesen sein können. Vielmehr waren es die verschiedenen Partylocations im Ort, welche die Verbreitung des Virus beschleunigt haben. Die Angst vor einem „Ischgl 2.0“ ist somit nicht nur nicht berechtigt, sondern schlicht und einfach auch falsch.

Ski fahren nicht Party

Denn eins ist in Österreich, wie dem Umland momentan klar: Mit Après-Ski oder Partys am späteren Abend setzt sich aktuell wirklich niemand auseinander. Ähnlich wie in den Österreichischen Skigebieten, hätte dies auch das Skigebiet Willingen geplant. Hier ist weiter Warten und Hoffen angesagt, wie auch die „Skischule am Ettelsberg Willingen“ erst kürzlich via Facebook mitgeteilt hatte:

Lange geht das nicht mehr gut

Beim Anblick der geschlossenen Liftanlagen, kommen dem ein oder anderen Wintersportfan die Tränen. Aber nicht nur den Sportlern an sich. Vor allem diejenigen die Ihr Geld mit dem Skibetrieb verdienen wissen nicht mehr weiter. November und Dezemberhilfen kommen in Willingen gar nicht erst an.

So erklärte Jörg Wilke, Pressesprecher des Skigebiets Willingen gegenüber RTL, dass im Vorjahr das Problem bestand, dass Willingen den zweitwärmsten Dezember in der Geschichte erlebte. Also gab es weder für Restaurants, Skischulen, Skiverleihe und den Liftbetreiber selbst keinerlei Einnahmen. Folglich stehen Ihnen rein rechtlich auch keine Zuschüsse zu. Bund und Länder sollten sich in den Augen Wilkes viel mehr an der Realität, als an Vorjahren orientieren.

Die Hoffnung ist da

Julian Feldmann von der Skischule am Ettelsberg hat trotz allem die Hoffnung noch nicht aufgegeben: „Bis gestern sind die Schneekanonen immer noch gelaufen. Also die Hoffnung bei den Leuten ist immer noch da. Ob sie jetzt die Tage nochmal angemacht werden, weiß ich nicht, da ja auch wirklich viel Naturschnee liegt.“

Zudem lobt er im Gespräch die Bemühungen des Skigebietes Willingen, Corona konforme Skiverhältnisse bieten zu können. Hierfür hatte das Skigebiet bereits zum eigentlichen Saisonbeginn den Behörden ein ordentliches Hygienekonzept vorgelegt. Neben den bereits aus Österreich bekannten Maßnahmen, wollte man den Menschenandrang in dieser Saison vor allem über den Online Ticketverkauf steuern. Nur wer ein solches im Vorhinein erworben hätte, dürfte auf den Parkplatz der Bergbahnen.

HOFFNUNG!

Bemühungen die hoffentlich nicht ganz umsonst waren. Schließlich könnte es bei ordentlicher Betrachtung der Erkenntnisse aus Österreich ja vielleicht doch noch einen Skibetrieb im März oder April 2021 eingeben. Wir drücken die Daumen.

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