Ein sauberer Pistenbully

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Oftmals bekommt vor allem der Wintersport den Stempel „Umweltsünder“ aufgedrückt. Die Faktoren dafür sind schnell gefunden. Rodung, Kunstschnee, künstliche Wasserspeicher, Strom für Liftanlagen sind nur einige Faktoren. Vor allem der Treibstoff für die ca. 400 PS starken Pistenbullys ist ein Argument der Umweltschützer. Nacht für Nacht werden dabei in den großen Skigebieten mehrere 100 Liter in die Luft geblasen und alles nur für die perfekte Piste.

Hybrid

Eine normale Benzinbetriebene Pistenraupe kostet heute ca. 350.000 Euro und benötigt bis zu 32 Liter Benzin die Stunde. Ein Kostenapparat der nur über entsprechend hohe Skipreise gedeckt werden kann. Die Branche steht jedoch nicht still und geht ähnliche Wege, wie die Autoindustrie. So gibt es beispielsweise von der Firma Kässbohrer einen Pistenbully, der sowohl professionell, als auch nachhaltiger arbeitet. Rund 20% des Kraftstoffs können mittels eines diesel-elektrischen Antriebs eingespart werden.

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Wasserstoff

Der erste Wasserstoffbetrieben Pistenbully mit Elektromotor wurde kürzlich in Südtirol in Betrieb genommen. Das umweltfreundliche Pistenfahrzeug könnte der nächste Schritt zu einem sauberen Skitourismus sein. Daniel Alfreider von der Südtiroler Volkspartei äußerte sich gegenüber Südtiroler News wie folgt:

„Wir sind davon überzeugt, dass die Brennstoffzelle im Mobilitätssektor in Zukunft eine immer entscheidendere Rolle einnehmen wird, sowohl was den Güterverkehr anbelangt als auch im öffentlichen Verkehr. Ein wasserstoffbetriebenes Pistenfahrzeug zeigt das große Potenzial dieser nachhaltigen Form der Energieversorgung.“

Zukunft

Ob Wintersport in der Form wie wir ihn heute auf alpinen Pisten kennen, jemals grün sein wird, bleibt abzuwarten. Sowohl Österreichs, als auch Südtirols Entwicklungen zeigen, dass Hersteller und Politik bemüht sind, den Skitourismus „grüner“ zu gestalten. Bemühungen die auf jeden Fall in die richtige Richtung gehen und gespannt warten lassen, welche Schritte in den kommenden Jahren folgen, um unser Wintersporterlebnis nachhaltig zu gestalten.

Bild von Heike Georg auf Pixabay

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