Der Aufschrei an der Skipass-Kasse

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Du denkst Skiurlaub ist zu teuer? Finden wir nicht und erklären auch gerne, warum. Jedes Jahr ist er da, der Aufschrei: „Waaaas..der Skipass ist schon wieder teurer geworden. Das kann sich doch bald niemand mehr leisten“ Diese Sätze fallen so sicher wie der Schnee in den Bergen. Vor allem als die 50 Euro Marke für Tageskarten überschritten wurde.

Früher war Skiurlaub noch billig

Hinzu kommen die sentimentalen Gefühle, die Gedanken an die 70er und 80er Jahre. Ja, damals war Skiurlaub noch ein Schnäppchen. Damals, als im Dezember die Skigebiete schomal 2 Wochen schließen mussten, weil es keinen Schnee gab. Technische Beschneiung, Fehlanzeige. Und wenn es mal zuviel Schnee hatte, wurden die Gebiete auch tagelang geschlossen, weil die Lawinengefahr einfach zu groß wurde und es keine Sprengung gab. Ganz abgesehen von Pistenbullys, die damals noch nicht zu hunderten nachts im Einsatz waren und aus Neuschnee wunderbar präparierte Pisten zauberten.

Skipässe nur subjketiv teurer

Natürlich, die Skipasspreise sind über denen der allgemeinen Verbraucherpreise gestiegen. Der reine Verbraucherpreisindex (VPI) zwischen 2004 und 2020 ist um rund 30% gestiegen. Die Preise für Liftkarten dagegen stiegen in Ischgl und St. Anton am Arlberg im gleichen Zeitraum um 36 %, in Saalbach gar um 51 %. Allerdings und das ist wichtig: Der Verbraucherpreisindex (VPI) berücksichtigt nicht die um ein Vielfaches gestiegene Anzahl an Liften und Pisten, die höhere Anzahl an Beschneiungsanlagen, an Pistenbullys, an modernen und stylischen Restaurants auf den Bergen, sprich, einfach mehr Quantität und mehr Qualität, die ihren Preis in der Unterhaltung kosten. Der VPI bemisst nur die reine Inflation, also die Geldentwertung. Das subjektive Empfinden am Kassenhäuschen zum Kauf des Skipasses, wonach man immer mehr zahlen muss, ist unter Berücksichtigung aller Faktoren daher also objektivierbar.

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Max. 30 Euro pro Skitag

Eine Familie mit 2 Erwachsenen und 2 Kindern muss in der Hauptsaison je nach Skigebiet gut und gerne 500 bis 800 Euro für die Skipässe bezahlen. Dafür erhält sie jedoch heutzutage moderne, schnelle Anlagen mit weichen Ledersitzen, Sitzheizungen und Wetterhauben ohne Wartezeiten. Und jeden Morgen top präparierte Pisten samt stimmigen Konzept von morgens bis abends. Pro Kopf bezahlt die Familie also ca. 20 bis 30 Euro pro Skitag. Viel? Nein. Fahrt mal ins Phantasialand oder in den Europapark! Da wisst ihr, was viel ist.

Ist die Ausrüstung der Preistreiber

Ok, wenn also der Skipass nicht der gefühlte Preistreiber ist, was ist es denn dann? Ist es die notwendige Ausrüstung? Ein paar Ski samt Bindung haben in den 80`er Jahren zwischen 180 und 200 Euro gekostet. Heute sind es im Schnitt rund 350 Euro. Berechnet man die Inflation wieder mit ein, gibt es hier keinen Preisanstieg zu verzeichnen. Im Gegenteil. Der Preis für einen Damenskianzug (Hier der durchschnittliche Preis aller Modelle) liegt im Vergleich zum VPI mal über, mal unter der Inflationsrate. Die letzten Jahre sogar deutlich darunter. Was wohl gefühlt bei den Ausgaben für Skibekleidung hinzukommt, sind die Kosten für Ausrüstung, die es früher einfach nicht gab, wie Helme, Kameras, High-End-Funktionswäsche, Protectoren etc.

Ab ins 5 Sterne-Hotel

Bleibt noch die Frage, ob dann wohl die Übernachtungen teurer geworden sind? Unterkünfte sind Zweifelsohne teurer geworden. Bei Ferienwohnungen jedoch fällt der Anstieg kaum bis sehr moderat aus, wenn man wieder die Kosten inflationsbereinigt betrachtet. Was eher ins Gewicht fällt, ist die Tatsache, dass einfach viel mehr Menschen in 4 und 5 Sterne Hotels absteigen als noch vor 10 oder 15 Jahren, was die Betrachtung im Gesamten teuer erscheinen lässt. Zumindest vor dem Hintergrund bei Erhebungen was der Durchschnitt für 1 Woche Skiurlaub an Geld in den Alpen lässt.

Skiurlaub für den gehobenen Mittelstand

Die generelle Behauptung, dass der Skiurlaub früher billiger oder leistbarer war, gehört ins Reich der Märchen. Ein Skiurlaub war und ist schon immer ein Angebot für den (gehobenen) Mittelstand. Und eben diese Gruppe ist eh unbeeindruckt von den Preissteigerungen die in der Rückbetrachtung unter Berücksichtigung aller Faktoren keine sind. Und klar, auch Apres-Ski kostet. 6-8 Euro für ein 0,4L Bier sind ein hoher Preis. Doch die Hütten sind voll (Ok, aktuell nicht aber dies hat andere Gründe), Preis/Leistung scheinen daher zu stimmen. Und was geben wir bei einer ordentlichen Sause an einem Samstag in unseren Heimatstädten aus? 100 Euro, 200 Euro. Hier, im Skiurlaub haben wir das halt nunmal jeden Tag. Und es ist freiwillig!

Wie sieht es bei dir aus? Was ist für dich das Budgetlimit für eine Woche Skiurlaub?

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